HERDIN - Der Sänger

Herdin Radtke - Foto Gertrud Pietschmann
Herdin Radtke - Foto Gertrud Pietschmann

Herdin RADTKE - Geboren in Korschen, Kreis Rastenburg (Ostpreussen).

 

1947
Nach dem zweiten Weltkrieg flüchtet Mutter Erna Korsch-Radtke mit Herdin und seinem Bruder Bernd nach Westfalen, wo Sie Ihren Mann Klaus Radtke über das rote Kreuz wiederfindet. Herdin besucht dort die Grundschule, singt in einem Kinderchor und zeichnet leidenschaftlich Pferde.

 

1954 - 1959
Er besucht das Gymnasium in Porz/Köln, verlässt die Schule 1960 und absolviert erfolgreich eine technische Lehre im Maschinenbau bei Klöckner-Humboldt-Deutz mit den Worten: "Ab jetzt nehme ich beruflich keinen Hammer mehr in die Hand".

 

1960 - 1964
Mit 17 Jahren kauft Herdin für 40 Mark bei einem Trödler seine erste Gitarre mit der er seine Gesangskompositionen begleiten kann. Er zeichnet und malt begeistert mit Wasserfarben.

 

Im Alter von 18 Jahren besucht er die Schauspielschule von Nora Hengstenberg in Düsseldorf und arbeitet nebenbei als Auto- und Kaffeeverkäufer, Kellner, Discjockey und sogar als Hafenarbeiter.

An den Wochenenden spielt er mit seiner erfolgreichen Band.

 

1965 - 1968
Er fängt an zu malen und beginnt mit einigen Ölgemälden und Zeichnungen.
Nebenher macht er Musik und hält sich mit verschiedenen Jobs über Wasser.

 

1969 - 1971
Der bekannte deutsche Liedermacher Konstantin Wecker entdeckt Herdin in München, er schreibt einige Lieder für Ihn und produziert mit Fred Bertelmann seine erste Schallplatte. Doch die Malerei beschäftigt ihn mehr und mehr und er entschliesst sich Deutschland zu verlassen.

 

1972 - 1975
Herdin wird zum "Aussteiger" und zieht nach Rom. Dort fasziniert ihn die Technik und Kunst der alten Meister. Besessen malt er die ersten 3 Jahre bis zu 14 Stunden täglich, um die Geheimnisse der klassischen Ölmalerei zu entschlüsseln. Abends verkauft er auf der Piazza Navona mit der Gitarre im Arm und "einem Lied auf den Lippen" seine Bilder, um sein Studium zu finanzieren. Dort begegnet er Giorgio de Chirico in seinen letzten Jahren (1888 - 1978).

 

1976 - 1978
Er siedelt um nach Pietra Santa in die Toscana. Zwei Jahre verweilt er in Michelangelos ehemaligen Wohnort. Die Toscana inspiriert ihn zur Blumen- und Stilllebenmalerei.
Er studiert intensiv die Werke der alten Holländer und Flamen.

 

1979 - 1982
Herdin reist studienhalber durch verschiedene Städte Frankreichs, Hollands und Englands, bis er schließlich in Cadaques bei Figueras (Spanien) Fuß fasst. Er wird Nachbar von Salvador Dali. Von diesem Mentor zeitgenössischer Kunst ernst genommen, findet Herdin zu einem neuen schöpferischen Weg und internationaler Anerkennung in der Malerei. Intensiv studiert er das Licht in den Bildern von William Turner. Nach seiner Aussage: "Wer das Licht malen will, muss den Schatten beherrschen" gelingt es ihm nach langem Experimentieren und vielen Schwierigkeiten Licht in seine Bilder zu bringen. Das wird von nun an das Wichtigste in seiner Malerei. In Cadaques, wo er endlich Ruhe findet, macht er nebenher erneut musikalische Aufnahmen in einem kleinen Tonstudio.

 

1983 - 1989
Er kehrt zurück nach München um seine musikalischen Werke zu verwirklichen bzw. auf den Markt zu bringen. November 1983 ist die Langspielplatte "Die schönsten Lieder aus meiner Ostpreussischen Heimat" fertiggestellt und wird am 30. November 1983 in der Vertretung der Bayerischen Landesregierung in Bonn präsentiert. Anschliessend wurde sie von der Firma TELDEC vertrieben.

Herdin widmet sich anschliessend voll der Malerei und macht Studienreisen nach Italien, Spanien, Frankreich, Österreich, Saudi Arabien, Senegal und Marokko.

 

1990 - 1992
Umsiedlung nach Frankreich. Herdin lässt sich nieder in dem kleinen malerischen Ort
St. Pompon in der Dordogne und kreiert die "Pomponistische Bewegung".

Er gilt jetzt als einer der besten europäischen Stilllebenmaler, malt opulente Werke mit prächtigem Obst und eindrucksvollen Blumenarrangements.

Seine Vielseitigkeit begeistert Experten und Sammler in aller Welt. Als Maler und Musiker begleitet er "The Union Youth Train 1992" durch 10 Länder.

Dazu produziert er die CD "Endless Energy" und leitet Workshops in altmeisterlicher Malerei. Von 1990 bis 1994 organisiert er erfolgreich das jährliche Musikfestival in St. Pompon.

 

1993 - 1995
Herdin macht verschiedene Studienreisen nach Marokko. Neben seiner Stilleben- und Blumenmalerei arbeitet er bereits einige Jahre an einem sehr interessanten, persönlichen Stil: dem Pomponismus. Seine erste pomponistische Ausstellung findet statt in Bordeaux. Hier zeigt Herdin Bilder, Skulpturen und Objekte wobei die Welle als wichtigste Form deutlich zu erkennen ist. Diese verbindet in all seine Werken die drei Elemente des Pomponismus: Licht, Materie und Phantasie. Er löst die Rahmen von seinen Gemälden und hängt sie als pomponistische Rahmenskulpturen in Wellenformen vor seine Bilder. Durch den Schattenwurf entsteht eine visuelle Bindung zwischen Lichtquelle, Rahmen und Bild. Freitag den 13. Oktober 1995 verliest er erstmalig sein "pomponistisch Manifest". Vielbewundertes Ausstellungsobjekt ist sein "pomponistischer Koffer".

 

1996 - 1999
Herdin kreiert das ATELIER POMPON. Hier können Interessierte die Grundlagen der klassischen Ölmalerei erlernen. Er leitet Masterclass-Kurse in Korsika, in Deutschland, in Österreich und in Frankreich. In Januar 1997 strahlt France 3, das dritte französische Fernsehen, eine Sendung aus über die Philosophie des Pomponismus. Weitere Fernsehensendungen folgen 1998 und 1999 .

1998 gründet Herdin die "Akademie Pompon" (später "Atelier Herdin"), eine Akademie im Südwesten Frankreichs, auf der Interessierte aller Alterstufen und Nationalitäten die Grundlagen der Ölmalerei erlernen können.

 

2000 - 2004
Produktion von 2 aussergewöhnlichen Malkursen auf Video:

- "Die Grundlagen der klassischen Ölmalerei" -
Stilleben" / 4 Videos - 8 Stunden Unterricht

- "Die Grundlagen der klassischen Ölmalerei" - „Blumen"
/ 4 Videos - 7,5 Stunden Unterricht.

Eröffnung eines Ateliers Herdin in Rocamadour
(Frankreich - 2001 und 2002).

Creation neuer Etiketten für einen "St. Emilion - Grand Cru" in Zusammenarbeit mit der "Union des Producteurs des St. Emilion". Die Flasche ist "Herdin-Grand Cru de St.Emilion" getauft worden.

 

2003 macht Herdin mit seinem alten Zigeunerwagen eine Studienreise durch Ost-Europa. Während einer Woche wird er begleitet von dem französischen Photographen Xavier Grandsart. Einige prachtvolle Gemälde und eine interessante Kollektion Photographien sind das Resultat dieser Fahrt. Ausstellungen weltweit.

 

2005 - 2006
Produktion von 11 Malkursen auf DVD. Herstellung

Malkoffer „ATELIER HERDIN": die komplette Malschule in einem Koffer.

Ausstellungen in Frankreich, Deutschland, Österreich und Holland. Eröffnung Malschule im Schloss de la Tour in der Dordogne im Südwesten Frankreichs.

 

2007
Kreation eines speziell für seine Maltechnik geeigneten Malmittels.

Beginn einer 6-teiligen DVD Serie „Wie male ich einen Dali" in der Herdin von Anfang bis Ende zeigt wie Salvador Dali eines seinen bekanntesten Bilder „La persistence de la memoire" (das Bild mit den umgeklappten Uhren) malt. Fertigstellung Frühjahr 2008.

 

Eröffnung des Ateliers Herdin in Südfrankreich mit einer Dauerausstellung seiner Bilder und der Möglichkeit in Workshops nach der von Herdin entwickelten Lehrmethode (pomponistische Lehrmethode) die Ölmalerei zu erlernen.
Intensive Arbeit an dem Buch „Die Magie der Ölmalerei" unter Mithilfe seines Fotografen Xavier Grandsart aus Paris und Marianne van der Meer aus Holland, Leiterin des Ateliers Herdin in Südfrankreich. Vorführungen seiner Lehrmethode auf verschiedenen internationalen Messen.

 

2008 - 2009 

Erscheinen des Buches „Die Magie der Ölmalerei" beim Frechverlag im April 2008.

Kreation eines speziell für seine Maltechnik geeigneten Malmittels.

März 2009: Eröffnung eines Ateliers Herdin in München.

Intensive Arbeit an dem Buch „Ölmalerei Landschaften".

Große Retrospektive mit ca. 50 Gemälden unter dem Titel  „Von der flämischen Malerei bis zum Pomponismus" in Brüssel (Belgien).

 

2010

Erscheinen des Buches „Ölmalerei Landschaften" beim Frechverlag im Januar 2010

Mai: Umzug des Ateliers von München nach Bad Salzschlirf.

 

Herdin Radtke - Foto Gertrud Pietschmann
Herdin Radtke - Foto Gertrud Pietschmann